Facebook-Marketing für Bands

Michael Schütz, December 13, 2013

Wie kaum eine andere Plattform ist Facebook heutzutage entscheidend für den Online-Auftritt einer Band. Dementsprechend muss eine Facebook-Seite ausführlich geplant und konsequent betrieben werden. Wie ihr das am besten macht und wie eure Band von Facebook profitieren kann, lest ihr in diesem Blog-Post. 

Wenn eure Facebook-Seite noch recht jung ist oder erst wenige Fans ein „Gefällt mir“ abgegeben haben, sind häufige Statusupdates besonders wichtig. Je mehr Daumen nach oben und Kommentare eure Statusupdates bekommen, desto höher wird eure Reichweite. So werden auch Freunde eurer Fans auf eure Seite aufmerksam. Gleichzeitig klettert ihr im Facebook-Priorisierungsalgorithmus nach oben und erhöht so die Chance, dass eure Statusupdates von Nutzern gesehen werden.

In der Anfangszeit dürfen es ruhig sieben Statusupdates pro Woche (eines pro Tag) sein. Auch später solltet ihr immer mindestens vier mal pro Woche ein Lebenszeichen von euch geben. Erstellt einen Plan, in dem ihr festhaltet, was ihr wann posten wollt um vorauszuplanen, mit euren Statusupdates nicht in Verzug zu geraten und um die Facebook-Arbeit zwischen mehreren Bandmitgliedern aufteilen zu können. Google Docs ist dabei ein hilfreiches Werkzeug.

Generell sollten eure Statusupdates im weitesten Sinne mit eurer Band und eurer Musik zu tun haben. Natürlich könnt ihr aber auch gelegentlich zu „Off Topic“-Themen oder aktuellen Ereignissen posten. Statusupdates mit Bildern oder Videos kommen prinzipiell besser an. Achtet aber unbedingt auf die korrekte Angabe der Urheber, wenn ihr Bilder und Videos postet. Die besten Zeiten für eure Statusupdates sind übrigens kurz vor Mittag und kurz nach 17:00 Uhr.

Die Gestaltung eurer Facebook-Seite ist natürlich ebenso wichtig. Stellt sicher, dass die ersten Zeilen des Info-Bereichs eurer Facebook-Seite den Link zu eurer Webseite sowie ggf. zu euren anderen Seiten im Netz sowie eine kurze Beschreibung eurer Band (z.B. „Deutschsprachiger Rock aus Berlin“) beinhalten. Professionelle, aktuelle Fotos (auch hier wieder mit korrekter Urheberangabe) gehören ebenfalls zur Standardausstattung.

Wer technisch ein wenig versiert ist, kann sich außerdem kostenlos unter developers.facebook.com als Entwickler registrieren und so seine Facebook-Seite mit Apps erweitern. Tourdaten, Musik, Videos, Gewinnspiele, Shops und vieles mehr lassen sich auf diesem Weg mittels im Netz verfügbarer oder selbst programmierter Lösungen in eure Facebook-Seite integrieren. Allerdings habt ihr hier nur eine Bildschirmbreite von 810 Pixel zur Verfügung. Vergewissert euch also, dass eure Inhalte unter dieser Einschränkung immer noch gut sichtbar sind. Wenn ihr eurer Facebook-Seite einen Shop hinzufügt, ist es sinnvoll, maximal sechs Produkte anzubieten. Verweist für weitere Produkte besser auf einen weiteren Shop auf eurer Webseite oder andernorts.

Wenn ihr Werbebudget zur Verfügung habt, lohnt sich auch die Investition in Facebook-Werbeanzeigen. Mit ca. 250 Euro pro Monat und 50-70 Cent pro Klick könnt ihr sehr wirkungsvolle Kampagnen starten. Entwerft dazu zwei bis sechs verschiedene Werbeanzeigen mit unterschiedlichem Text und diversen Grafiken. Schaltet all diese Anzeigen vorerst für einen begrenzten Zeitraum. Die Anzeige, die nach Ablauf der Test-Periode am meisten Klicks für sich verzeichnen kann, wird von den Usern am besten angenommen und ihr solltet sie fortan verwenden.

Das Anzeigenformat „Promoted Posts“ ist momentan besonders interessant, da die Zugriffe über Smartphones und Tables starkt ansteigen und Promoted Posts auf diesen Endgeräten besonders prominent sichtbar sind.

Als besonders erfolgreich haben sich Werbeanzeigen erwiesen, die an ein spezielles Angebot oder ein Gewinnspiel geknüpft sind. Hier könntet ihr zum Beispiel Freikarten für euer nächstes Konzert, kostenlose Downloads oder Fanartikel anbieten.

Wenn ihr euch den ganzen Stress rund um eure Facebook-Seite ersparen wollt, könnt ihr auch die Dienste eines Community Managers oder einer Social Media Agentur in Anspruch nehmen. Die Profis haben aber ihren Preis: Ab 500 Euro aufwärts pro Monat könnt ihr eure Facebook-Seite von einem Dienstleiter verwalten lassen.

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