Startups in der Musikszene

Michael Schütz, August 1, 2013

Im letzten Stagelink-Blogartikel „Wer verdient Musik“ waren wir noch gespannt auf neue innovative Lösungen für den Musikmarkt. Grund genug um mal nachzuforschen und für euch eine kleine Auswahl interessanter neuer und bereits etablierter Ideen aus dem Live- und Record-Bereich zusammenzustellen.

Recorded Music

Zu Beginn ein bekanntes und erfolgreiches „Musikstartup“ aus Berlin: SoundCloud. SoundCloud sieht auf den ersten Blick wie ein simpler Musikplayer aus, ist bei genauerer Betrachtung aber doch noch etwas anders. Songs können mit Tags und Kommentaren versehen werden und Nutzer können anderen Nutzern „folgen“, um up-to-date zu bleiben - ein mittlerweile bekanntes und etabliertes Prinzip vieler sozialer Netzwerke im Web.

Ähnlicher Name, aber anderes Konzept: Mixcloud. Mixcloud ist ein On-Demand Radio. Qualitativ hochwertige Radioprogramme, Podcasts und DJ-Mixes werden als sogenannte „Cloudcasts“ zusammengefasst. Mixcloud hilft seinen Nutzern beim Suchen und Filtern der relevantesten Inhalte.

Ein weiteres interessantes Tool ist Beatdeck. Beatdeck zeigt einem Künstler nach Import verschiedener Accounts die virale Aktivität seiner Songs im Internet. Wie oft, wo und von wem wird mein Song gespielt? Beatdeck deckt es auf.

Vor kurzem von ProsiebenSat.1 ins Rennen geschickt: Ampya. Neben Spotify, Simfy, Rdio, Juke etc, ein weiterer Streaming-Dienst und Indiz dafür, dass im Streaming die Zukunft des Konsums aufgezeichneter Musik liegt. Mit 20 Millionen Songs und 50.000 Musikvideos mischt Ampya direkt bei den Großen mit.

Eine ganz anderes Modell bietet Pledgemusic: Pledgemusic ist ein Fundraising-Werkzeug, das Künstlern die Möglichkeit bietet, Geld für alles zu sammeln, was die Musikerkarriere erfordert: Studiozeit, Tourkosten oder das Budget für einen Videodreh. Ein besonderes Feature dabei: Der Künstler kann sich dazu entscheiden, einen Teil des eingesammelten Geldes karitativen Zwecken zugute kommen zu lassen. Ähnlich können auch auf Sellaband Fans nach dem Fundraising-Prinzip in Musik investieren und Bands bei ihren Projekten unterstützen.

Ein weiteres interessantes Tool: Endore.me. Hier wird die soziale Aktivität einer Band auf Facebook, Twitter, etc. gebündelt. So kann man Bands, für die man sich interessiert, noch einfacher folgen und bekommt Neuigkeiten sofort mitgeteilt.

Mit Ujam wird selbst der unmusikalischste Mensch zu einem Komponisten. Einfach eine Melodie ins Mikrofon summen und der UJAM-Editor konvertiert die aufgenommenen Geräusche in digitale Töne, die klingen, als kämen sie von einem Instrument. Zu den Mitbegründern gehören Größen wie Hans Zimmermann und Pharell Williams.

Ein Tool, das in erster Linie in Facebook-Tabs in Erscheinung tritt: Bandcamp. Mittels Bandcamp kann eine Band ein vollständiges Web-Profil inklusive Musikplayer, Fotos, Videos etc. anlegen. So können Fans direkt auf der Facebook-Fanpage der Band auf alle Medien und Infos zugreifen.

Live Music

Mit Hilfe von Bandsintown kann eine Band ihre Tourdaten angeben und Fans direkt zum Ticketshop leiten. Als Fan kann man die Band „tracken“ und wird benachrichtigt, wenn der Künstler in seine Heimatstadt kommt und verpasst so keine Konzerte mehr. Mit mehr als 150.000 Künstlern ist Bandsintown auch schon aus den Kinderschuhen raus.

Reverbnation ist ein Portal für Musiker und Veranstalter. Ähnlich wie bei Myspace können sich Bands Profile anlegen und untereinander bzw. mit anderen Nutzern kommunizieren und werden bei ihrer Promotion unterstützt. Auf Reverbnation tummeln sich bereits mehr als 3 Millionen Musiker, Venues, Labels und weitere Akteure der Musikindustrie. Vergleichbare Services bietet z.B. auch Sonicbids.

Kommen die letztgenannten aus den USA, gibt es auch Lösungen aus Deutschland: BackstagePRO, gigmit und Smarboo verhelfen hierzulande vor allem kleinen Künstlern und Bands zu Auftritten. Einen redaktionell aufbereiteten Konzertkalender - nach Städten und Genres sortiert - findet ihr bei Gigly.

Auf restorm wird einer Band bei vor allem beim Verkauf und der Lizenzierung ihrer Musik geholfen. Über Hey!blau Records erhält man eine Plattenfirma to go.

Auch für die Live-Übertragung von Konzerten gibt es Lösungen: tape.tv, EVNTLIVE, Klapture und weitere.

Zusammenfassend kann man anhand dieser Auswahl erkennen, dass es eine hohe Aktivität im Musikbusiness und viele neue, spannende und bereits erfolgreiche Ideen gibt. In Kürze wird auch Stagelink ein Teil dieser neuen Landschaft sein. Wir freuen uns schon darauf, dann auch an dieser Stelle ausführlich darüber zu berichten!

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