Wer verdient Musik?

Michael Schütz, July 20, 2013

Man hat es schon nicht leicht in der Musikindustrie: Die Umsätze der Branche sind in der Vergangenheit weltweit geschrumpft und werden sich den Prognosen nach auch nur langsam wieder erholen. Auch der Blick auf den deutschen Musikmarkt spiegelt dies wider:

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Vor allem der Tonträgermarkt war und ist betroffen vom Rückgang der Einnahmen. Durch das Internet und neue digitale Vertriebswege wurde ihm kräftig zugesetzt. CDs und Platten werden durch Streaming und legale sowie illegale Downloads verdrängt, die Zahlungsbereitschaft für aufgezeichnete Musik sinkt. In Deutschland hat sich der jährliche Gesamtumsatz aus dem Musikverkauf seit 1998 halbiert.

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Was also tun, wenn beim Verkauf von Musik nicht mehr viel rausspringt? Können andere Zweige der Musikbranche diesen Rückgang wieder auffangen? Für den Live-Markt wird - im Gegensatz zum Tonträgermarkt - ein klarer Zuwachs erwartet.

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Quelle: http://www.digitalmusicnews.com/permalink/2013/20130604pwc

Konzerte sowie das komplette Live-Geschäft könnten also stark zulegen. Wie genau soll das aber funktionieren? Sicherlich will auch in Zukunft niemand horrende Ticketpreise bezahlen. Es müssen also mehr Leute zu Konzerten gehen und insgesamt mehr Konzerte stattfinden. Für Bands sind Touren aber oft mit einem hohen finanziellen Risiko verbunden, insbesondere, wenn die Künstler nicht so groß sind, dass sich ihre Konzerte fast von alleine füllen.

Der Musikmarkt ist geschrumpft, doch es besteht Hoffnung, dass er wieder wachsen wird. Auf neue Lösungen und innovative Angebote sind wir gespannt.

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